Ich glaub, ich spinne…

Sooo Chummas, nu war es aber doch ein ganzes Weilchen ruhig um mich, nehmt es als verfrühten Winterschlaf, aber ich hatte so viel um die Öhrchen, das war nicht mehr feierlich.

Aber dafür hab ich jetzt auch ein paar krabbelige News für euch.

Krabbelig deswegen, weil es um unsere achtbeinigen vieläugigen Kumpels geht, relaxt und gerne mal abhängend in diversen Netzen… Ja, ihr wisst schon was ich meine, unsere Freunde die Spinnen. Zumindest bezeichnet Arrak sie so und der sollte es eigentlich wissen. Wobei, ich hab ihn gefragt was diese Invasion soll und außer nem seligen Grinsen habe ich nur ein zugedröhntes Schulterzucken bekommen und die Aussage, dass Anansi viele Kinder hat. Ja Danke auch, hab ich gemerkt. Dass die aber mal schnell meine Haupteinnahmequelle erobern müssen, das muss nu echt nicht sein.

Und ja, das Eisberg war abgesoffen, aber so was von. In hunderttausenden winziger goldener Spinnen. Die wären ja ganz hübsch gewesen, wenn sie nicht in meinem Spind, in den Getränken und überhaupt überall rumgelaufen wären – inklusive der Elektronik. Wir mussten echt schließen und den Kammerjäger kommen lassen.

Natürlich gab es den Verdienstausfall nicht bezahlt und dementsprechend hab ich mir fast ein Loch in den Bauch gefreut, als Arrak mir ne kleine Führung in den nun völlig vernetzten Eisberg bezahlen wollte. Ja, die Betonung liegt auf „wollte“. Hat er nämlich nicht.

Wir sind da rein, ich hab ihm das ganze Schlamassel gezeigt und er ist aufgeregt, wie ein Kind zu Weihnachten, durch die Bude gelaufen. Und dann einfach umgekippt.

Ich dachte erst, er macht irgendein Schamanending, aber er ist echt ungebremst mit dem Kopf auf die Tanzfläche geknallt und da lag er dann. Echt super. Und stand nicht wieder auf! Die Spinnen waren schon kurz davor, ihn auch noch einzuspinnen, da hab ich ihn rausgeschleppt. Denn wach geworden ist er nicht mehr. Und ich sag es euch, auch wenn Arrak eigentlich ein klapperdürrer Kerl ist, das war ne elende Plackerei, ihn bis zum Hinterausgang zu schleifen. Jetzt bloß keine Vorwürfe bitte, denn ja, ich hatte geprüft ob er noch lebt. Tat er. Nur wach wurde er nicht. Ich hab ihn dann erstmal hinterm Leergut versteckt und hab mir dann überlegt Hilfe zu holen.

Diese winzigen kleinen Goldspinnchen waren überall und ganz scharf drauf, Arrak als Hauptattraktion in ihre Netze zu packen. Fressen die den eigentlich? Neee, oder? Und wenn doch?

Da ich mir nicht sicher war, bin ich also los, um Angarius um Hilfe zu bitten, aber ich konnte ihn nicht finden. Dabei bin ich sogar in die Kirche und hab vielleicht ein klitzekleines bisschen um Hilfe gebete… äh gefragt. Aber anscheinend hat die Kirche nicht sonderlich viel für Ex-Vampirfutter-Goth übrig oder die Leitung war besetzt oder so. Auf jeden Fall kam keine Hilfe, dafür hatte ich aber ne Idee.

Ich also im Laufschritt zurück zum Eisberg, um die Getränkesackkarre zu suchen und… Weg! Also nicht die Sackkarre, sondern Arrak.

Da war ich erstmal sauer. Der Blödmann schuldete mir zum einen noch Geld und zum anderen hatte ich mir echt Sorgen gemacht und da haut er einfach ab!

Nur… seitdem ist er total abgetaucht. Ich kann ihn nirgendwo finden. Und was ich ein bisschen gruselig finde ist, dass die Goldspinnchen auch weg sind. Als der Kammerjäger kam, meinte er, mein Chef wolle ihn verarschen und er würde nicht die Überreste ner verfrühten Halloweenparty aufräumen. Denn nirgendwo im Eisberg war auch nur das winzigste kleine Goldspinnchen zu finden. Aber die ganzen ekligen Klebefäden und Netze sind noch da. Komisch, oder?

Tja, also muss ich jetzt Netze wegputzen statt Getränke schleppen, was doof ist, weil die Spinnen kein Trinkgeld dagelassen haben. Und ich frag mich wo Arrak ist und ob ich nicht mal diesen Anansi frage, von dem er dauernd geredet hat, nur… Wer ist das und wo finde ich den?

Und wo sind diese winzigen Goldspinnchen alle hin? Die spinnen doch!

Solltet ihr also demnächst Besuch von den vielbeinigen Viechern bekommen, sagt Bescheid. Und wenn ihr Arrak findet auch, der schuldet mir immerhin noch Geld!

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Die Sonne scheint mir auf den Bauch…

…soll sie auch! Meine ganze tolle Winter-Blässe geht gerade zum Teufel, aber ich bin verdammt zu faul um aufzustehen.
Es ist warm, aber mit einem Bein im Popup-Pool lässt es sich hervorragend aushalten und wenn ich die Augen schließe, riecht es nach Waldbrand, Sonnencreme und Grillzeug, während die Luftmatratze versucht, mich in den Schlaf zu schaukeln.

Hachja, Sommer in der Stadt kann doch ganz schön sein, wenn man zu Chefs Grillparty zwar nicht eingeladen war, aber da kellnern musste und nun zur Aufräumtruppe gehört.
Natürlich war es nicht ganz einfach, die ganzen Wodka-Scheintoten aus dem Schrebergarten zu bekommen und alleine der Flaschenpfand würde mich vermutlich problemlos über den nächsten Monat bringen. Aber nun, wo alles auf der „Datsche“ wieder in den ein wenig lotterigen Urzustand zurück versetzt ist, haben wir uns eine Pause verdient.

Und eins muss man Chef ja lassen, er ist zwar nicht netter als sein seltsam verstorbener Vorgänger, aber er versteht es, sich mitten im kleinbürgerlichsten Schrebergartenverein Kölns ein Stück Russland zu basteln, dass seinesgleichen sucht.
Seine Parzelle mit dem irgendwie zusammengestückelt aussehenden Häuschen drauf, dass ein wenig „Frankensteins Monster“-Flair hat und umgeben ist von Wildwuchs und Kühlschränken voller eiskaltem Wodka mit so russischen Etiketten, dass ich sie auch nicht mehr lesen kann, das hat schon was.
Überhaupt, diese Schrebergärten könnten eigentlich ganz cool sein, wenn sie nicht so spießig wären.
Und je länger meine Kollegin und ich hier liegen, umso sicherer bin ich, dass wir eher spontane Selbstentzündung ob der erzürnten Blicke der Parzellennachbarinnen riskieren, als einen stinknormalen Sonnenbrand. Dabei ist der Kölsche an sich doch ein wenig nackter Haut nicht abgeneigt, so lange sie nicht dem werten Herrn Gatten ins Auge fällt.

Aber egal, was wollte ich noch sagen? Achja, Sonne macht Hirn weich, Wodka auch.
Ich glaube, so ein Schrebergarten könnte, genau wie die Datschen in Russland, erstaunlich gut dafür zu gebrauchen sein, die Nase eine Weile von der Bildfläche verschwinden zu lassen.
Kein Telefon, keine Hausnummern, fließend Wasser, hohe Hecken, ein Dach über dem Kopf, auch wenn es nur ne Hütte ist. Ok, die Nachbarn sind ein Risiko, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die AG Chemie hier vorbei kommt, um das Patent auf die selbstgezogenen nachtleuchtenden Erdbeeren einzufordern, ist eher gering.

Gerade bei den vielen Sommerparties die hier gerade abgehen, fällt die eine oder andere Person mehr gar nicht auf, so lange sie eine Packung Würstchen und ein Sixpack beisteuert. Und ich schwöre, ich hätte mir gestern Nacht beinahe vor Angst ins Höschen gemacht, als da dieser Typ in schwarzem Leder die Hockwende über den Gartenzaun machte. So elegant wie der mich umging, hatte er mich schon im Weg stehen sehen, da wusste ich noch gar nicht, dass ich dem Tod durch Schreck nur knapp entgehen würde. Und ich schwöre gleich noch dazu, dass es keine verwelkten Blümchen waren, die er in der Regenrinne der Datsche zwischenparkte. Dafür war das Gewehr viel zu lang, um noch als Rosenstrauß durchzugehen. Überhaupt, der war nicht echt. Und ein paar der späteren Gäste, die wie Geister aus den Nachbargärten auftauchten, als es fast schon wieder hell wurde, auch nicht. Diese verdammten Hecken überall können Nachts ganz schön gruselig sein.
Ich will auch gar nicht wissen, was so alles im Kartoffelkeller lagert, was in den ganzen ollen Farb- und Nägeleimern so tatsächlich drin ist und ob die Babuschka wirklich Marmelade in die Gläser in der Vorratskammer gefüllt hat. Die eingelegten Gurken waren lecker, den Rest probier ich lieber nicht.

Tagsüber findet man sich dann ein wenig albern, wenn einem die Sonne das Hirn wärmt und alles um einen rum so unspektakulär und spießig aussieht, dass ein untergetauchter Verbrecher oder ein konspiratives Treffen im Rosengarten fast schon Spinnerei wäre. Fast.
Ich geh dann mal weiter Spuren verwisch… äh… aufräumen.

Arbeit sollte Spass machen, oder? :-(

Wer hat es nicht geliebt als Kind? Einen Besuch auf der Kirmes oder im Vergnügungspark und so lange „Kotzkümpchen“ fahren, wie meine Oma das liebevoll nannte, bis man urplötzlich zu der Entscheidung kam, dass erst essen und dann Achterbahn fahren ne blöde Idee war. Aber wozu hat der liebe Gott die Zuckerwatte erfunden? Die vertreibt den miesen Geschmack schneller, als man Zähne putzen kann und man kann nachher doch in der Geisterbahn rumknutschen. Jetzt schaut nicht so angeekelt, ihr nehmt eh keine Zahnbürste mit, oder?

Letztens überkam mich also spontan Freude und Kindheitserinnerungen, als ich mal wieder einen „Hols und Brings-Auftrag“ bekam und die Übergabe ausgerechnet im uns allseits bekannten Freizeitpark vor den Toren Brühls stattfinden sollte.

Nun war ich wohl eine ganze Weile nicht mehr dort. Vielleicht habe ich auch die Paranoia meines Kontaktes ein klitzekleines bisschen unterschätzt, aber ich sage euch, mitten in der wildesten Schraube des wahnwitzigsten neuen Fahrgeschäftes das gewünschte winzige Elektronikteil aus den Untiefen meines BH’s zu fummeln und es dem kreischenden Fettsack neben mir in die zittrigen angstschweißigen Pfoten zu drücken – das macht keinen Spaß. Vor allem dann nicht, wenn er es erst nach dem dritten Durchgang schafft es zu nehmen und mein Magen mich schon nach dem ersten Mal nach dem Verstand fragt, der leider gar nicht mitfahren wollte.

Aber irgendwie scheint das gerade Trend zu sein, denn nur zwei Tage später holte ich mir auf dem Aqua-Splash ein nasses Höschen und eine Tüte undefinierten Inhaltes ab, die ich dann brav weiterleitete – im Freefalltower.

Ich komm mir langsam vor, wie ein Fahrgeschäftedummy mit Sonderauftrag.

Was ist aus den guten alten Übergaben geworden, die man hinter Pommesbuden und auf Einkaufslädenklos über die Bühne brachte? Wann durfte ich das letzte Mal was in der Kirche unter Bank 13 kleben? Wieso können wir nicht zurück zu stillen Briefkästen auf lauschigen Friedhöfen, auch wenn ich um Melaten zurzeit lieber immer noch einen größeren Bogen laufe? Was ist verkehrt an konspirativen Treffen in kleinen Fresstempeln und den Fake-Liebesblicken, die man potentiellen Tauschpartnern zuwirft, bis das Objekt der Begierde unterm Tisch den Besitzer wechselt? Da hatte man nachher wenigstens nen vollen Magen und war nicht bemüht, sein Essen drin zu behalten. *börps*

Ich hab ja nix gegen Kirmes und Co, aber sollte das nicht Freizeitvergnügen sein? Ok, da gibt es ne Menge Leute auf einem Haufen, aber können wir uns nicht vor dem schiefen Haus in der Schlange anrempeln, statt im dritten Looping nebeneinander zu kreischen und zu versuchen die Transaktion hinter uns zu bringen, bevor der Fotopunkt kommt und wir nachher die Übergabe in Hochglanz mit nach Hause nehmen können?

Och Leute…

Also, wenn ihr mich das nächste Mal im Überschlagkatapult entdeckt, sprecht mich nicht an, ich bin auf Arbeit.

Tulpen aus Amsterdam?

Neulich sagt meine Kollegin nach der Nachtschicht zu mir „Komm wir fahren nach Amsterdam, ich hab ein Doppelticket gewonnen und alleine hab ich keine Lust.“

Doppelticket? Amsterdam? Was ist los? Aber sie meinte es ernst, also packt sie ihre größte Shoppingtasche ein und nimmt mich ins Schlepptau und wir setzen uns hundemüde im Hauptbahnhof in son Zug der voll ist mit beschwipsten ollen Hausfrauen auf Kegeltour und lassen uns nach Amsterdam karren.

Die alten Schnapsdrosseln schmettern eine Stunden lang jeden Schlager, der ihnen einfällt und noch mindestens drei, die ich selbst im Kölner Karneval noch nie gehört habe. Ich wünsche mir spontan Dämpfer oder eine ganze Packung Tranqpatches. Dummerweise hört niemand mein leises Weinen. Ja so ist das Leben.

Aber jede Folter geht irgendwann vorbei und wir kommen endlich an und die Meute fällt aus dem Zug. Ich hoffe inständig, sie verschwinden alle auf Nimmerwiedersehen irgendwo zwischen Tulpen und Gouda.

Hundemüde und schwer genervt kann ich zu Amsterdam nicht viel sagen außer: Die Pommes sind lecker, passt auf, dass ihr nicht in die Grachten fallt und überall Kiffer und Touristennepp in Form von Plastiktulpen und komischen Holzschuhen.

Na egal. Ich gönne mir Plattfüße, eine Koffeinüberdosis und einen Karomini, der mit Amsterdam so viel zu tun hat wie ein steptanzender Eisbär mit Silberfischen. Aber zumindest meine Kollegin ist glücklich und bis zur Nasenspitze vollgestapelt mit Tüten voller Nippes und Klamotten. Also wanken wir zurück gen Zug.

Und da sind sie wieder: Die Kegelschwestern des Grauens!

Leise stöhnend sinke in ich meinen Sitz und wünsche mir, ich hätte doch irgendwelche Kleinigkeiten gekauft, um mein geschundenes Hirn zu betäuben, aber nun ist es zu spät und ich muss da durch.

Wie sagt der Kölner doch so schön: Et is noch immer joot jejange.

Auch wenn es sich gerade definitiv nicht so anfühlt.

Und da kommt doch tatsächlich die Rettung in Form eines schnuckeligen männlichen Blondschopfs dessen Alter nicht jenseits der Mumifizierung liegt. Der Typ sieht genauso verzweifelt aus, wie ich mich fühle und wir quatschen ein bisschen.

Über besoffene Tussen, Amsterdam, Köln und was einem halt so einfällt, wenn man überraschend mit einem attraktiven Menschen zusammentrifft und der auch noch nett und lustig ist.

Wir schaffen es die feierwütige Meute zu ignorieren, die nun sogar im Gang abwechselnd tanzt und sich übergibt. Irgendwann ist dann Köln nur noch fünf Minuten weg und der Blondschopf entschuldigt sich bei mir und verhaftet mal schnell vor dem Aussteigen noch drei verdächtige Typen und übergibt sie an die Bahnpolizei.

Zivilbulle.

Na Klasse. Muss ich jetzt beleidigt sein, weil er mir zum Abschied nur zugezwinkert hat und nicht einmal meine Personalien aufgenommen hat?

Ich bin verwirrt – und schieb das lieber mal auf den Schlafmangel. Öhmja…

Ich putz hier nur!

Ach ja, es geht doch nix über eine schnuckelig aufgeräumte saubere Wohnung. Nachdem ich endlich mal diese verdammten Verpackungsflöckchen aus den letzten Ecken meines Miniappartements geprockelt hatte und dabei noch so einige Dinge ans Tageslicht gezerrt habe, von denen ich gar nichts wissen wollte, schau ich aus dem Fenster und sehe einen riesigen Troll, der im Putzoutfit Gedöns über die Straße karrt. Hätte der mal nicht früher auflaufen können?!

Und dann hab ich das getan, was ich ja nicht soll und mal scharf nachgedacht.

Ein Putztroll? In Chorweiler? Ich glaub ja an vieles, aber nicht an den Weihnachtsmann und Leute, die in Chorweiler XXXHappy CleanXXX auflaufen lassen, um sich die Bude durchfeudeln zu lassen.

Und dann hab ich noch ein Stück weiter gedacht und mal überlegt, was alles in so ein Putzwägelchen passt – und da eigentlich gar nicht rein gehört. Uiiii!

Eine kurze Matrixsuche meinerseits förderte dann, neben diversen Methoden wie man zuverlässig Kakerlaken aus Appartements vertreibt, auch noch zu Tage, dass Happy Wischiwaschi ein Nacktputzunternehmen ist. Und jetzt mal ehrlich, wer will einem Troll dabei zuschauen, wie er nicht nur das Staubtuch schwingt? Ok, jedem das seine, aber ich brauch das definitiv nicht, abgesehen davon, wäre meine Bude voll, wenn der Troll da einen Schritt rein macht und dann ist sein Putzwägelchen noch gar nicht mit drinnen.

Was will ich euch also mit dieser Werbesendung sagen? Zum einen, dass defekte Putzdrohnen ärgerlich sind und zum anderen, das nicht jede Putze, der ihr da draußen begegnet eine Ahnung davon hat, wie man Urinstein entfernt, wohl aber, wie man den Verursacher entfernt.

Ich hab mal ein bisschen die Äuglein offen gehalten und ehrlich gesagt achtet kein Schwein drauf, was eine Reinigungsfachkraft so den ganzen Tag treibt.

Und wenn ich alleine an die Sachen denke, die man alle in diese Wagen packen kann… All die Sprühflaschen, Reinigungsmittel und mysteriösen Scheuerpasten, mit denen man alles wegbekommt! Auch die gesicherte Wohnungstür von Herrn Neureich, nur weil der keinen Bock hat, seine Haare selber aus dem Abfluss zu puhlen und  nebenbei auf diese Weise nicht nur seinen Schmutz los wird, sondern auch noch seine Wohnungseinrichtung samt Schmuck und Aktienpaketen oder was immer da so rumliegt.

Ja ich sag es euch, zuverlässiges Putzpersonal ist schwer zu bekommen und die Ausweise leicht zu fälschen. Ist immer ne Überlegung wert.

In diesem Sinne, frohes Scheuern, vielleicht lohnt es sich ja.

Pjotr Ugulu -Dark Lord of Chorweiler City

Wie ihr ja wisst (oder auch nicht) besteht der Stadtteil Chorweiler nicht nur aus Chorweiler sondern auch aus anderen Stadtteilen wie Seeberg, Worringen und einigen anderen. Im Zentrum jedoch ist Chorweiler mit dem alten Rathaus. Pjotr Ugulu hat es geschafft nach dem Crash die Urkunden für das Gebäude und den umliegenden Häusern wie das City Center zu bekommen. Durch Kölschen Klüngel von der Stadt Köln beglaubigt. Pjotr Ugulu der dicke Oger mit dem urkölner Akzent und der türkrussischen Herkunft ist damit in Chorweiler-City einer der mächtigsten Männer. Mit seiner Gang den Al Yabloko (blutroter Apfel) führt er unter dem Segen der grauen Wölfe, Chorweiler City mit eisener Hand und solange die Wölfe so wie einige Politiker, ihren Teil des Kuchens bekommen, wird das auch so bleiben. Wobei er recht gnadenlos ist, falls jemand seine Miete nicht zahlen kann, wird er zur Arbeit gezwungen oder darf Organe lassen. Alternativ nimmt er auch Kinder in Zahlung oder lässt die Frauen anschaffen gehen.

>> Diese Bandite hann dä Name von däm Wohrzeiche dä Stadt däm rote Appel, e en de Johre jekommened Monument steht direkt vör däm Rathuus

>>de Tüüt

>>Die letzten Jahre über sind die Mietpreise in die Höhe geschossen, was die Mieter unter immer mehr Druck setzt, ich denke bald knallt es Gewaltig entweder auf die ein oder andere Weise

>>Silent Sam

>>Jawohla!!

>>Fred

>>Was macht er den mit den Arbeitskräften?

>>Fatih

>>Naja Drogenanbau, Arbeiten am City Center, Renovierungsarbeiten, ist ja nicht so als ob er nicht nichts tut für das Geld. Aber man spürt die Anspannung

>>Silent Sam

Mer Kölsche

Die Überschrift sagt schon, worum es sich diesmal dreht, den Kölner an sich. Nur wer die Menschen versteht, die in Köln leben, versteht auch das komplexe Gebilde der Soziologie der Stadt. Also hört gut zu und lernt, wie bei uns die meisten Leute ticken. Das ein oder andere Face unter euch wird da schon seine Schlüsse ziehen können. Der typische Kölner ist, wie die meisten Bürger des RRP, in einem Verein. Da gibt es Kleingärtner, Fußballfans, Eishockeyfans und natürlich der Karnevalsverein (sei es nun aktiv oder passiv). Weit gefährlich sind auf dem Land die Schützenbruderschaften, bewaffnete Laien, ihr versteht schon.  Mit einem Kölner lässt sich gut feiern und saufen, „schee e leckered Stängschen trinken“, während man über Gott und die Welt Verzell hält. Für die Auskölner unter euch: ein Stängschen bedeutet nix anderes wie ein Kölsch-Glas und in diesem Zusammenhang halt ein Kölsch. Pils geht auch noch, bestellt aber niemals an der falschen Stelle ein Alt.

Das Kölsche Grundgesetz ist für viele Kölner tief verwurzelt. Der Kölner redet gerne und viel – auch mit Fremden. Dabei sollte man nicht vergessen alles aufzunehmen. Denn er verspricht viel, hält davon aber nur wenig und ab und an behauptet er es auch nie gesagt zu haben. „Isch han dir niemals versproche dat isch dat Ding besorje kann“.

Man kann sie leicht begeistern, aber wenn es nun mal nicht klappt, zucken sie gerne mit den Achseln und berufen sich auf das rheinische Grundgesetz. So oder so, wird euch auffallen, dass das Grundgesetz an vielen Stellen gerne zitiert wird. Auch hängt es oft in Kneipen aus.

Eine wichtige Sache habe ich noch vergessen. Hierzu berufe ich mich mal auf nem Chummer, der überlegte sich das Programm „Der Kölner Dom astral“ zu installieren. Dazu fragte er nen Köbes an einer nahe gelegenen Kneipe, ob er es installiert hat und wenn ja ob es gut ist. Die Antwort des Köbes war kurz und prägnant wie es nurn Kölner kann „nä, äwer dat ess su“

 Das Grundgesetz

Artikel 1: Et es wie et es.

(„Es ist wie es ist.“)

 Sieh den Tatsachen ins Auge.

 

Artikel 2: Et kütt wie et kütt.

 („Es kommt wie es kommt.“)

 Füge dich in das Unabwendbare; du kannst ohnehin nichts am Lauf der Dinge ändern.

 

Artikel 3: Et hät noch emmer joot jejange.

 („Es ist bisher noch immer gut gegangen.“)

 Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren.

 Situationsabhängig auch: Wir wissen es ist Murks, aber es wird schon gut gehen.

 Artikel 3.1: [tritt in Kraft wenn 3 nicht gut genangen ist]

Et hätt noch schlimmer kumme künne.

 („Es hätte noch schlimmer kommen können.“)

Artikel 3.2 [alternative]

Hammer immer su jemaat!

 („Haben wir immer so gemacht“)

 

Artikel 4: Wat fott es, es fott.

 („Was fort ist, ist fort.“)

 Jammer den Dingen nicht nach.

   Artikel 4.1: Mer muss och jönne könne!

  („Man muss auch gönnen können.“)

 Sei weder neidisch noch missgünstig!

 

Artikel 5: Et bliev nix wie et wor.

 („Es bleibt nichts wie es war.“)

 Sei offen für Neuerungen.

 

Artikel 6: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.

 („Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, fort damit.“)

 Sei kritisch, wenn Neuerungen überhand nehmen.

 

Artikel 7: Wat wells de maache?

 („Was willst du machen?“)

 Füg dich in dein Schicksal.

 

Artikel 8: Maach et joot, ävver nit zo off.

 („Mach es gut, aber nicht zu oft.“)

 Achte auf deine Gesundheit.

Artikel 8.1: Mer muss sisch och jet jönne könne!

 („Man muss sich auch etwas gönnen können.“)

 Nur in einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist.

Oder: Das Gebot zur Nächstenliebe bedeutet nicht, dass man den eigenen Körper und Geist lieblos behandeln soll.

 

Artikel 9: Wat soll dä Käu?

 („Was soll das sinnlose Gerede?“)

 Stell immer die Universalfrage.

 

Artikel 10: Drinks de ejne met?

 („Trinkst du einen mit?“)

 Komm dem Gebot der Gastfreundschaft nach.

 

Artikel 11: Do laachs de disch kapott.

 („Da lachst du dich kaputt.“)

 Bewahr dir eine gesunde Einstellung zum Humor.

 

Artikel 12: Jede Jeck is anders!

(„Jeder Jeck (Karnevalsfan) ist anders!“)

Akzeptiere die Unterschiede